Ein einfacher Test gibt Aufschluss über die vorhandenen Bakterien
(djd/pt). Ein Liter Speichel fließt durchschnittlich am Tag durch den Mund. Dabei beseitigt er Keime und speichert wichtige Mineralien. An seinem pH-Wert kann das individuelle Kariesrisiko gemessen werden. Dazu wird mit einem speziellen Teststreifen Speichel entnommen und auf einen Nährboden gebracht. Dort vermehren sich dann die Bakterien. Eine große Anzahl von Lactobazillen deutet zum Beispiel auf den häufigen Verzehr von Zucker hin. Hier kämpft der Speichel ständig gegen Gärungssäuren, welche durch Bakterien aus dem Zucker gebildet wurden. Der Speichel schafft es nicht mehr, die Säure zu neutralisieren. Die Folge: Der Zahnschmelz wird weich und das Kariesrisiko erhöht sich.
Häufiger Genuss von säurehaltigen Lebensmitteln und Getränken, wie Zitrusfrüchte, Cola, Fruchtsäfte und Essig, führt zu einem kritisch-niedrigen pH-Wert und letztlich zu einer Erosion des Zahnschmelzes. Deshalb empfiehlt die Initiative proDente: Nach Saurem Finger weg von der Zahnbürste - der aufgeweichte Zahnschmelz könnte mit weggeputzt werden. Klüger ist es, 30 bis 60 Minuten zu warten. Der Speichel neutralisiert mit so genannten Puffern die Säure und versorgt die Zähne so mit Mineralstoffen, dass deren Zahnschmelz wieder hart wird. Der Speicheltest eignet sich besonders für Kinder, um deren Risiko festzustellen, bevor es zu Schäden an Zähnen kommt.
